IGP Gebrauchshunde­sport

IGP ist ein vielseitiger Hundesport, bei dem Mensch und Hund als echtes Team zusammenarbeiten.
Der Sport besteht aus drei Bereichen:

  • Fährtenarbeit
  • Unterordnung
  • Schutzdienst
Schäferhundeverein, Ortsgruppe Taufkirchen, Schutzdienst

Schutzdienst

Im Schutzdienst arbeitet der Hund kontrolliert und regelkonform mit dem Helfer zusammen.
Angesprochen wird dabei ausschließlich der Beute- und Spieltrieb.

Ziel ist immer der Schutzarm, niemals der Mensch.

Der Hund lernt, auch in hoher Erregung:

  • ruhig zu bleiben
  • Signale sicher auszuführen
  • sich jederzeit vom Hundeführer lenken zu lassen

Worum geht es im Schutzdienst wirklich?

Der Sinn des Schutzdienstes ist nicht Aggression, sondern das Gegenteil: Der Hund soll auch in belastenden oder „extremen“ Situationen:
  • ansprechbar bleiben
  • gehorsam reagieren
  • kontrolliert arbeiten
und sich zuverlässig führen lassen Gerade diese Kontrolle macht den Hund zu einem sicheren Begleiter – auf dem Platz und im Alltag.

Unsere Hunde sind Familienmitglieder

Unsere Vierbeiner sind liebenswerte Familienhunde. Sie leben im Alltag ruhig, sozial und ausgeglichen. Der Schutzdienst ist:
  • klar strukturiert
  • zeitlich begrenzt
  • sportlich aufgebaut
  • und streng geregelt
Nach der Arbeit wird der Schutzarm abgelegt und der Hund ist wieder genau das, was er immer ist: Familienhund, Freizeitpartner, Freund.

Unterordnung:

Harmonisches Zusammenspiel Hund & Mensch.

Der Begriff Unterordnung stammt aus den Anfängen des Hundesports.
Heute beschreibt er kein Unterdrücken, sondern ein harmonisches Zusammenspiel zwischen Hund und Hundeführer.

Im Mittelpunkt stehen:

  • Führigkeit
  • klare Kommunikation
  • freudiger Gehorsam
  • präzise, technisch saubere Übungen

Der Hund arbeitet aufmerksam, motiviert und gerne mit seinem Menschen zusammen.
Ziel ist ein Bild, bei dem man sieht: Dieses Team versteht sich.

Schäferhundeverein, Ortsgruppe Taufkirchen, Schutzdienst
Was wird in der Unterordnung trainiert?

In der Unterordnung zeigen Hund und Mensch unter anderem:

  • Freudige Fußarbeit mit Aufmerksamkeit zum Hundeführer
  • Positionswechsel (Sitz, Platz, Steh) aus der Bewegung
  • Abrufen unter Ablenkung
  • Apportierübungen, z. B. über eine Hürde oder auf ebener Fläche
  • Sprung- und Voran-Übungen, je nach Ausbildungsstand

Dabei kommt es nicht auf Tempo oder Härte an, sondern auf Sauberkeit, Motivation und Teamarbeit.

Fährtenarbeit, IGP

Fährtenarbeit

Anspruchsvolle Nasenarbeit.

Die Fährtenarbeit ist echte Kopfarbeit – ruhig, konzentriert und äußerst anspruchsvoll.
Dabei nutzt der Hund das, was er am besten kann: seine Nase.

Nasenarbeit ist für Hunde mental sehr anstrengend und sorgt für eine tiefe, zufriedene Auslastung, oft mehr als reines Laufen oder Spielen.

Für welche Hunde ist Fährtenarbeit geeignet?

Grundsätzlich gilt:
Fast jeder Hund eignet sich für die Fährtenarbeit.

Besonders gut ist sie für:

  • junge Hunde zum ruhigen Aufbau
  • nervöse oder sehr aktive Hunde
  • Hunde ohne Interesse an Sprung- oder Schutzarbeit
  • ältere Hunde, die körperlich nicht mehr voll belastbar sind

 

Auch Senioren können mit Fährtenarbeit problemlos beschäftigt werden, angepasst an Kondition und Tagesform.

Warum Fährtenarbeit so wertvoll ist

Fährte fördert:

  • Ruhe und Konzentration
  • Selbstständigkeit
  • Problemlösefähigkeit
  • mentale Auslastung


Viele Hunde wirken nach einer Fährte ausgeglichen und zufrieden und genau das macht diesen Bereich so beliebt.

Für wen ist IGP geeignet?

IGP passt zu dir, wenn du …

  • gerne regelmäßig und strukturiert trainierst
  • bei jedem Wetter draußen bist
  • Lust hast, langfristig mit deinem Hund zu arbeiten
  • Wert auf klare Regeln und faires Training legst

Geeignet sind gesunde, arbeitsfreudige und nervenstarke Hunde. Egal ob Deutscher Schäferhund, Malinois oder Mischling.

Entscheidend ist der Charakter, nicht der Stammbaum.